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Verwertung von Altmaterialien

Qualifizierungs- und Dienstleistungskonzept

 

dot_11x11 Projekttitel

Qualifizierungs- und neues Dienstleistungskonzept zur Abfallreduzierung und zum Ressourcenschutz durch Wiederverwendung von gebrauchtem Material.

 

dot_11x11 Stichworte

Wiederverwendung, Ressourcenschutz,Vermeiden vor Verwerten vor Vernichten

 

dot_11x11 Laufzeit

Das von der Deutschen Bundesstiftung Umwelt (DBU) bis März 2014 geförderte Projekt wird in der MÖWE gGmbH dauerhaft fortgeführt.

 

dot_11x11 Projektträger

MÖWE gGmbH

Hauswörmannsweg 88

49080 Osnabrück

 

dot_11x11 Kooperations- und Netzwerkpartner

  • Bildungsbüro Osnabrück - Lernen vor Ort -     
  • Deutsche Bundesstiftung Umwelt  (DBU)
  • Bistum Osnabrück
  • Bürgerstiftung Osnabrück
  • Caritasverband für die Diözese Osnabrück
  • Kolping Bildungswerk Osnabrück
  • Jobcenter Stadt Osnabrück
  • MaßArbeit, Jobcenter Landkreis Osnabrück
  • Osnabrücker Service Betriebe


 

dot_11x11 Zielsetzung und Anlass des Vorhabens

Die MÖWE gGmbH als sozialer Betrieb ist seit 27 Jahren in der Qualifizierung, Förderung und Beschäftigung langzeitarbeitsloser Menschen mit dem Ziel der Integration in Arbeit aktiv.
Der Verkauf gebrauchter und gespendeter Möbel sowie Second-Hand-Kleidung und die Aufarbeitung von Fahrrädern sind traditionelle Arbeitsschwerpunkte der MÖWE gGmbH. Mit diesen Arbeitsschwerpunkten ist die  MÖWE gGmbH  dem Thema Kreislaufwirtschaft und Ressourcenschonung schon lange eng verbunden.
Bei den Abholungen von Möbeln, Entrümpelungen und Wohnungsauflösungen wurde deutlich, dass weit mehr gebrauchte Materialien für die Wiederverwendung genutzt werden können, als in den oben genannten Arbeitsfeldern erfolgte. So können z.B. auch im Rahmen von Entkernungen und  Gebäudesanierungen oder durch Aufarbeitung defekter Schränke bzw. Ersatzteilsicherung durch Zerlegung wesentlich mehr Gegenstände wiederverwertet werden.
Hier hat die MÖWE bei ihren ersten Überlegungen, mit dem Ziel ein Qualifizierungsangebot zur Aufarbeitung, Behandlung und Wiederverwendung von Altmaterialien zu schaffen, angesetzt.
Die Integration in Arbeit durch die Verwertung von Altmaterialien ist die zentrale Zielsetzung des Projektes. Ressourcenschonung und Umweltschutz werden integraler Bestandteil eines erweiterten Bildungskonzeptes, dass z.B. Aktionen für Kinder und Jugendliche einbezieht und Teilnehmer der Qualifizierungsmaßnahmen zu Multiplikatoren ihrer Tätigkeit macht.
Die Themenbereiche Ökologie, Ökonomie und Soziales werden in der Durchführung des Projektes zusammengeführt. So erhält das Projekt einen direkten Bezug zur UN Dekade „Bildung für nachhaltige Entwicklung“.



dot_11x11 Teilnehmer

Bei den Teilnehmern im Projekt handelt es sich ausschließlich um langzeitarbeitslose Menschen im Arbeitslosengeld II-Bezug. Bei der Auswahl der Teilnehmer wird darauf geachtet, dass es eine ausgewogene Gruppenkonstellation gibt. Es handelt sich bei den Maßnahmeteilnehmern um Migranten, Jüngere, Alleinerziehende, Straffällige, Wohnungslose, Teilnehmer mit einer Behinderung oder um Teilnehmer einer anderen Kultur. Außerdem ist der Zugang zur Maßnahme sowohl für Frauen als auch für Männer möglich.

 

dot_11x11 Darstellung der Arbeitsschritte und der Methoden

Herzstück des MÖWE-Projekts ist ein umfassendes Qualifizierungsangebot zur fachgerechten Aufarbeitung von bei Haushaltsauflösungen anfallenden, bisher entsorgten Materialien, sowie die Wiederverwertung dieser Materialien. Es werden Kleinmaterialien wie Beschläge, Werkzeuge; Rohre, Scharniere, Schrauben, Farben/Lacke oder ggf. auch sonstige anfallende Altmaterialien wie beispielsweise Holz, Fenster, Türen fachgerecht gesäubert und ggf. wieder in Stand gesetzt, damit sie weiterverwendet werden können. Langzeitarbeitslose Menschen, welche Zugang zum Arbeitsmarkt suchen, junge Menschen die Berufsorientierung suchen, werden in dem Projekt unter dem Gesichtspunkt des Ressourcenschutzes qualifiziert, gefördert und beschäftigt. Mindestens 30 Projektteilnehmer pro Jahr, d.h. ca. 100 Teilnehmer in der dreijährigen Projektlaufzeit, werden an dem Projekt teilnehmen.
Die Teilnehmer werden parallel zu Schulungen in der Praxis bei Abholungen gebrauchter Materialien bei Haushaltsauflösungen, beim Ausbau von Scharnieren, Rückwänden usw. ebenso eingesetzt und sorgen bei größeren Materialien zunächst für einen möglichst zerstörungsfreien Ausbau und Transport. Dies kann im Einzelfall auch den Ausbau von Altmaterialien wie Fenster und Türen betreffen. Dabei werden sie von Meistern und Gesellen angeleitet, sodass ein fachgerechter Ausbau gewährleistet und eine Wiederverwendung möglich ist. Die Begleitung und Qualifizierung der Teilnehmer wird neben dem genannten Fachpersonal auch von Integrationsbegleitern (Sozialarbeit) übernommen. Es findet eine enge Zusammenarbeit mit Firmen der freien Wirtschaft statt. In der Perspektive wird Kontakt zu Abbruchunternehmen aufgenommen, um z.B. Artikel aus Häusern auszubauen, bevor diese zurückgebaut werden. Daneben wird ein Netz an Praxisstellen, die MÖWE hat Kontakt zu ca. 45 Praxisbetrieben, dafür sorgen, dass diese Betriebe in das Projekt eingebunden werden. Außerdem werden Teilnehmer die Möglichkeit erhalten, in Praxisbetrieben zu arbeiten.
Auf diesem Weg wird durch die Wiederverwendung von gebrauchten Materialien der Gedanke des Umweltschutzes, der Gedanke der Kreislaufwirtschaft mit arbeitsmarktpolitischen Zielen, der Vermittlung von Menschen in Arbeit oder der Berufsorientierung zusammengeführt und eine Perspektive für langzeitarbeitslose Menschen geschaffen.
Ergänzend soll das Berufsqualifizierungskonzept auf eine breitere Basis der Bildung für nachhaltige Entwicklung durch Aktionen mit Kindern, Jugendlichen, Schulen und anderen Interessierten gestellt werden.

 

Dazu werden:

 

  • Kinder über kreative Umwelttage in das Projekt einbezogen, hier sind Aktionen im Rahmen des Ferienpasses geplant. Kinder bauen z.B. aus alten Fahrrädern und Möbelteilen eine Seifenkiste, um am Seifenkistenrennen (Christi Himmelfahrt in Osnabrück) teilzunehmen.
  • Schulen werden über Projekttage am Projekt beteiligt. Zum Beispiel werden Schülerfirmen, die Fahrräder aufarbeiten, im Rahmen ihrer Projekttage in der MÖWE begleitet und können neben Fahrrädern auch einem alten Möbelteil eine neue Nutzung geben.
  • Das Projekt wird in Schulen, Firmen, Jugendzentren usw. vorgestellt, um möglichst vielen Menschen die Projektidee zu vermitteln und in das Projekt einzubinden. So können unterschiedliche Personengruppen über das Projekt Zugang zueinander, zur Arbeitswelt und zum Thema "Umwelt- und Ressourcenschutz" finden.

Mit den o.a. und mit weiteren Kooperations- und Netzwerkpartnern wird im Rahmen des Projektes zusammen gearbeitet. Das Bildungsbüro der Stadt Osnabrück „Lernen vor Ort“ ist hier ein wesentlicher Partner. Die Deutsche Bundesstiftung Umwelt ist bei „Lernen vor Ort“ Themenpate für das Themenfeld „Wirtschaft, Technik, Umwelt und Wissenschaft“.
Zwischen dem Bildungsbüro der Stadt Osnabrück und der MÖWE gGmbH wurde ein Kooperationsvertrag geschlossen. So entstand das beschriebene Projektdesign in enger gemeinsamer Abstimmung. Die Ziele des BmbF-Projektes „Lernen vor Ort“, an dem die Stadt Osnabrück eine von 40 beteiligten Kommunen ist, werden in unserem Kooperationsprojekt, bezogen auf die genannten Zielsetzungen und Zielgruppen des Projektes, sichtbar. Es zeigt vor Ort, wie die praktischen Umsetzungsmöglichkeiten in Osnabrück sind, so dass Erfahrungen in diesem Projekt letztlich auch anderen Kommunen zur Verfügung stehen.
Gemeinsam mit den Kooperationspartnern werden Ergebnisse des Projektes öffentlich gemacht. So werden die Schritte des Projektes und die Ergebnisse zu Diskussionen in unterschiedlichsten Gruppen führen.
Durch die Kooperation mit dem Bildungsbüro der Stadt Osnabrück erhält das Projekt Zutritt zu verschiedenen Gremien wie dem Bildungsforum Osnabrück und der Osnabrücker Bildungskonferenz. Ein breit aufgestelltes Netzwerk von Bildungsakteuren wird so in die Ergebnisse und Entwicklung des Projektes einbezogen.



dot_11x11 Öffentlichkeitsarbeit und Präsentation

Im Rahmen von Aktionstagen und Veranstaltungen der MÖWE wie dem jährlichen Martinsmarkt oder monatlichen Flohmärkten von April bis Oktober sowie durch eine gezielte Presse- und Öffentlichkeitsarbeit wird auf das Projekt unter dem Motto „Gebrauchte Artikel gebe ich zur MÖWE, die werden daraus schon etwas machen“ hingewiesen. Darüber hinaus wird über Flyer, Plakate und gezielte Anzeigen auf das Projekt hingewiesen.
Ein E-Mail-Verteiler sorgt für regelmäßige Informationen an Kirchengemeinden, Krankenhäuser, Kindergärten, politische Gemeinden usw.



dot_11x11 Fazit

Mit dem Projekt „Qualifizierungs- und neues Dienstleistungskonzept zur Abfallreduzierung und zum Ressourcenschutz durch Wiederverwendung von gebrauchtem Material“ werden die Themen "Umwelt- und Ressourcenschutz" und "soziale Aspekte" durch die Beteiligung vieler Gruppen und natürlich Qualifizierung und  Beschäftigung mit dem Ziel der Vermittlung in den ersten Arbeitsmarkt verbunden.
Am Ende des Projektes könnte dann die Umsetzung eines „Second-Hand-Shops" für gebrauchte Artikel oder eines ersten „Gebrauchtbaumarktes“ in Deutschland stehen.

 

Thomas Schulke                       
Betriebsleitung MÖWE                    
Hauswörmannsweg 88                  
49080 Osnabrück
0541 / 50688 -10

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René Kark
Leitung Sozialarbeit MÖWE
Hauswörmannsweg 88                  
49080 Osnabrück                      
0541 / 50688 -77

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dot_11x11 Weitere Informationen zum Projekt

 

 

 

 

 

 

 

 

dot_10x10 Ihre Ansprechpartner:

 

Thomas Schulke

Betriebsleitung

 

Hauswörmannsweg 88,

49080 Osnabrück

 

Tel.: 0541 / 506 88 -10

Fax: 0541 / 506 88 -20

 

schulke@moewe-osnabrueck.de

 

René Kark

Leitung Sozialarbeit

 

Hauswörmannsweg 88,

49080 Osnabrück

 

Tel.: 0541 / 506 88 -77

Fax: 0541 / 506 88 -20

 

kark@moewe-osnabrueck.de